12-2011: Russland-Austausch

Russlandaustausch vom 04. bis 11.12.2011

Eigentlich sollte der Besuch unserer russischen Gäste schon im Mai stattfinden, musste dann aber krankheitsbedingt verschoben werden. Glück im Unglück: So gab es zum ersten Mal eine Überschneidung mit dem Frankreichaustausch und dadurch eine Gelegenheit zur trinationalen Begegnung an der Realschule Spenge. Das hieß viele neue Eindrücke und Erfahrungen für die Schüler und Schülerinnen aus Deutschland, Frankreich und Russland.

Das Programm war wie immer umfangreich. Am Sonntag ging es nach kurzem Ausruhen zunächst in den Osnabrücker Zoo und anschließend auf den Weihnachtsmarkt. Der Abend klang beim gemeinsamen Raclette aus.

Am Montag gab es zunächst einen herzlichen Empfang durch die Schulleitung. Anschließend ging es gemeinsam mit den Franzosen auf die Eisbahn. Gegen 17.00 Uhr konnten die Spenger Familien dann endlich ihre müden Gäste in Empfang nehmen.

Nach zwei regulären Unterrichtsstunden wurde der restliche Dienstag wiederum mit den französischen Gästen gemeinsam verbracht. Ein Empfang im Rathaus, eine spannende Sprachanimation, der Besuch der Lebkuchenfabrik Borgholzhausen und eine Nikolausfeier in der Aula unserer Schule standen auf dem Programm.

Am Mittwoch hieß es Abschied nehmen, da der Aufenthalt für die Franzosen bereits vorüber war. Zuvor wurde aber noch gemeinsam die neue Stadtbibliothek besichtigt und als weiteres Highlight gab es die eindrucksvolle Talentshow in der Aula der Realschule. Nach dem Mittagessen ging es schließlich, jetzt leider ohne die Franzosen, erneut nach Osnabrück. Diesmal besichtigten wir das Nussbaumhaus. Da der Künstler in einem deutschen Konzentrationslager ermordet wurde, bietet das Haus neben den Werken des Künstlers auch interessante Einblicke in diesen traurigen Abschnitt deutscher Geschichte.

Schulalltag stand am Donnerstag im Mittelpunkt. 6 Stunden Unterricht in den jeweiligen Klassen und im Anschluss noch eine Doppelstunde in der Russisch AG. Hier ging es vor allem ums Kennenlernen und interkulturelle Missverständnisse. Zum Kaffee war die Gruppe dann von Herrn Buddenbohm in das Heimathaus in Neuenkirchen geladen. Hier konnten wir im Stadtarchiv sehen, wie spannend regionale Geschichte sein kann. Abgerundet wurde dieser Eindruck durch die Besichtigung des Schlosses Königsbrück, für das wir extra eine Privatführung bekamen. Vielen Dank!

Nach so viel Schule ging es am Freitag auf einen ganztägigen Ausflug nach Bremerhaven. Erst ins Auswandererhaus, das Emigration für alle erfahrbar macht uns anschließend durchs sturmgebeutelte Bremerhaven. Auch eine Erfahrung.

Der Austausch klang am Samstag besinnlich auf dem Spenger Weihnachtsmarkt aus. Hier konnten die Gäste noch so manches Souvenir am schönen Stand der Realschule Spenge erstehen. Um 23:00 Uhr folgte der Abschied vor der Schule, bei dem so manche Träne vergossen wurde. Um 1.00 Uhr machten sich unsere Gäste dann schließlich auf ihre 28 stündige Bahnreise von Bielefeld nach Moskau.

Gute Reise!

P.S.: Erste Rückmeldung unserer Gastschüler per E-Mail:

Vika Erjomina:
Deutschland ist ein wunderschönes Land! Das Land der schonen Traditionen, der netten und aufrichtigen Menschen. Mir hat sehr die Realschule gefallen. Sie unterscheidet sich sehr von meiner Schule. Besonders nett finde ich die Lehrer der Realschule. Mir haben sehr die Stunden des Englischlehrers Herr Machiné. Mich hat sehr die spannende Form der Stunde gefallen. Es war mir interessant, den Russischkurs zu besuchen und dabei mitzuarbeiten.

Ich bin allen Lehrern der Realschule dankbar, für die Möglichkeit die Stunden zu besuchen.

Was das Programm angeht, so war für mich der Empfang durch den Schulleiter Herrn Kalla und der Empfang die Stellvertretende der Bürgermeisterin der Stadt Spenge beeindruckt.

An diesen Begegnungen wurden wir, die deutsche, russischen und französischen Schuler die Hauptpersonen.

Es war für mich interessant, die Bibliothek in der Stadt Spenge zu besuchen. Der Besuch der Lebkuchenfabrik in Melle war toll. Ich habe erfahren, wie die deutschen Leckereien gemacht werden. Der Hohepunkt des Programms wurde die Fahrt nach Bremerhaven und das Auswanderer-Haus.

Ich danke sehr den Russischlehrer Herrn Engel und die Französischlehrerin Frau Tralle für das tolle Programm.

Ich hatte auch Gluck mit meiner Gastfamilie. Ich war in der Familie von Melissa Abrams untergebracht. Ich kam in ein fremdes Land aber fühlte mich hier in der Familie wie zu Hause. Ich wurde wie ein lieber Mensch in dieser Familie aufgenommen.

Ich danke sehr der ganzen Familie von Melissa. Es war sehr toll, mir der Familie bekannt zu machen.

Für mich hat diese Fahrt eine große Rolle gespielt, denn es war die beste Möglichkeit, die Kultur des Landes kennenzulernen und die Sprachkenntnisse (Englisch und Französisch) zu üben. Dank der Fahrt nach Deutschland, der Gastfreundschaft der Menschen mochte ich mit dem Lernen der dritten Fremdsprache – Deutsch zu beginnen.

Katja:
Mir haben sehr Deutschland, das Weihnachtsmärchen in Deutschland mit schonen Weihnachtsmarkten sehr gefallen.

Ich bin von der Realschule begeistert. Sie ist hell, bunt und freundlich. Das Klingelzeichen ist melodisch und nett. In der Mensa wurde es lecker das Essen zubereitet.

Die Freundlichkeit ging auch von den Menschen aus- in der Familie von Deseri , wo ich herzlich aufgenommen wurde, in den Stunden.

Das Ziel der fahrt nach Deutschland war für mich die Kultur des Landes kennenzulernen und die Sprachkenntnisse zu verbessern. Ich muss an der deutschen Sprache weiter fleißig arbeiten, denn die Sprachkenntnisse helfen das andere Land und die Menschen besser zu verstehen.

Arsenij:
Ich war in Deutschland zum ersten Mal. Ich habe in der kleinen Stadt- Spenge gelebt. Was mir besonders aufgefallen war, ist die Sauberkeit der Straßen und die Freundlichkeit der Menschen. Ich habe neue deutsche Freunde kennengelernt – Christian Schäfer, Melissa Abrams. Ich mochte sehr diese Freunde in Rshew wieder zu sehen.

Ich war von der Schule begeistert. Die Schule ist bunt und toll. Mir haben die Stunden des Englischlehrers Machiné, des Chemielehrers Herrn Hollemann und des Russischlehrers Herrn Engel gefallen.

Ich bin von der Fahrt nach Deutschland begeistert. Eindrucksvoll war der Besuch des Auswandererhaus in Bremerhaven.

Ich danke Herrn Engel für das interessante Programm und die Gastfamilie von Christian Schäfer für die Gastfreundschaft.

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