06-2012: SoR-SmC

logo_sor_gross_120An der Realschule Spenge haben im Schuljahr 2011/12 von 335 Schulmitgliedern (inklusive Lehrer, Sekretärin und Hausmeister), 273 Personen die Grundsätze der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterzeichnet, insgesamt 82% der Schulmitglieder.

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  • Grundsätze der Aktion Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  • Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig einander zu achten.
  • Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Die Unterschriftenaktion wurde von dem Sowi Kurs der Klasse 8 eingeleitet und letztendlich mit Hilfe der Klassenlehrer durchgeführt. Die Patensuche wurde von der SV organisiert. Der Pate des Projektes, Herr Dumcke, Bürgermeister der Stadt Spenge, wurde von den damaligen Schülersprecherinnen Nele Aufderheide und Alisa Milke angesprochen. Herr Dumcke war sofort überzeugt und gab seine Zusage.

Für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet dieses Siegel, dass wir jährlich eine Aktion oder ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchführen. Ein Bereich der an unserer Schule ohnenhin einen großen Stellenwert hat.

Neben dem „täglichen Geschäft“, gibt es z.B. in der 6. Klasse ein Projekt mit dem Johannes-Falk-Hauses in Hiddenhausen (Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung). Aus beiden Schulen treffen sich die SchülerInnen mehrfach, um gemeinsam handwerklich zu arbeiten, oder sich gegenseitig ihre Schulen und den Unterricht vorzustellen. Gleichzeitig besteht Briefkontakt und es werden Einladungen zu Feste innerhalb des Schuljahres ausgetauscht. Auf diesem Weg können alle Beteiligten Anteil aneinander nehmen.

Außerdem pflegt die Realschule Spenge einen Schüleraustausch mit Schulen in Frankreich (Marans) wie auch mit Russland (Rshew). Letztes Jahr hatten wir Besuch von beiden Schulen gleichzeitig, so dass wir uns schon ganz „international“ in Spenge gefühlt haben.

In der Projektwoche zum Thema Afrika hat sich die Schule für eine Schule in Südafrika engagiert (mit Hilfe der Organisation „Aktion Tagwerk“). Hierzu fanden verschiedene Projekte statt, wie zum Beispiel afrikanische Tänze, Trommelbau, Leben in zwei Welten. Außerdem haben die SchülerInnen an einem dieser Tage für die Unterstützung der afrikanische Schule „gearbeitet“. Eine Hälfte des Erlöses der Projektwoche ging an die südafrikanische Schule, die andere Hälfte an Aktion Tagwerk. Die Summe von mehr als 6000 Euro, auf die wir sehr stolz sein können, ist hierbei gespendet worden.

In der Feststunde zum 60-jährigen Bestehen der Realschule wurde uns das Schild „Schule ohne Rassismus- Schule ohne Courage“ von Frau Isfendiyar als Vertreterin der Landeskoordination SoR-SmC feierlich überreicht. Darüber freuen wir uns sehr!

Mit unseren Projekten möchten wir unseren SchülerInnen zu anderen Perspektiven verhelfen und die Toleranz für andere Kulturen, andere Lebenswelten fördern. Hier findet die Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Anbindung, so dass auch im nächsten Schuljahr Unterrichtsvorhaben mit dem Schwerpunkt „gegen Rassismus“ stattfinden werden.