09-2012: 7a in Versmold

7a mit dem Fahrrad auf Klassenfahrt!

Kann das gut gehen: 19 Siebtklässler mit dem Fahrrad nach Versmold fahren zu lassen, dazu noch in strömendem Regen? Dass das mit gegenseitiger Rücksichtnahme, Aufeinanderaufpassen, Unterstützung und jeder Menge Selbstdisziplin sogar sehr gut gehen kann, bewiesen die Schülerinnen und Schüler der 7a. Es ging nicht nur sehr gut, es hat sogar allen Spaß gemacht und im Nachhinein sind wir alle stolz auf geschaffte 120 Radkilometer. Hier ist unser Bericht:

Die Hinfahrt
Nachdem der erste platte Reifen noch an der örtlichen Tankstelle aufgepumpt worden war, machten wir uns trotz strömenden Regens auf den Weg. Der Regen hörte bald auf und wir konnten in Richtung Teutoburger Wald weiterfahren. Bald schon stellte sich heraus, dass wir dringend einen ADFC brauchten, eine Notfalltruppe, die abgesprungene Ketten reparieren konnte. Dieser ADFC bestand aus Jannic, Melvin und Jonas. Sie waren uns während der ganzen Fahrt eine große Hilfe und können inzwischen Ketten fast während der Fahrt fixieren. Ehe wir uns versahen, kamen wir schon an unserem ersten Etappenziel in Borgholzhausen an, wo wir nach einer kurzen Pause die Lebkuchenfabrik Schulze besichtigen konnten. Nach knapp anderthalb Stunden Besichtigung verließen wir die Fabrik in Richtung Versmold, nicht ohne uns vorher ausreichend mit Lebkuchen zur weiteren Stärkung eingedeckt zu haben. Nach weiteren zwei Stunden Fahrtzeit, erreichten wir schließlich unser Ziel: den Schulbauernhof Künnemann. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, bekamen wir eine Hofführung, ein warmes Abendbrot und schlossen den Tag mit einem wunderschönen Lagerfeuer ab.

Der zweite Tag
Der zweite Tag stand unter dem Motto „Rund um Hof und Wald“. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir in Gruppen eingeteilt und erhielten unsere Aufgaben, die uns den ganzen Tag auf Trab halten sollten: Ein Quiz rund um den Hof, ein Quiz zur Allgemeinbildung, die Aufgabe, ein schwimmbares Boot aus Naturmaterialien zu bauen, Stöcker für das Stockbrot zu schnitzen, einen Rap vorzubereiten und Pflanzen mit Hilfe von Bestimmungsbüchern zu bestimmen. Um 17 Uhr mussten die Aufgaben erledigt sein. Dann ging es zur nahen Hessel, wo die Boote ihre Schwimmtüchtigkeit unter Beweis stellen musste. Der Rap wurde am abendlichen Lagerfeuer präsentiert. Anschließend gab es Stockbrot und Marshmallows. Bis zur Siegerehrung mussten wir uns bis zum nächsten Abend gedulden.

Der dritte Tag
Nach dem gemütlichen Lagerfeuer des gestrigen Abends fiel das Aufstehen um 6.30 Uhr heute schwer. Es gab wieder ein leckeres Frühstück mit selbst gebackenem Brot und frisch gemolkener Milch. Dann haben wir unser Tagesgepäck gepackt und sind zum 20 km entfernten Landgestüt Warendorf geradelt. Noch vor der Abfahrt begann es zu regnen, aber wir haben die Zähne zusammengebissen und uns nicht von unserem Vorhaben abbringen lassen. Als wir am Landgestüt ankamen, waren wir vollkommen durchnässt und wir froren. Trotzdem fanden wir die Führung interessant: Wir haben die schönsten Pferde, die bei den olympischen Spielen dabei waren, gesehen und sehr viel Interessantes über sie erfahren. Nach der Besichtigung ging es zur Pizzeria Italia, wo wir ein Mittagessen bestellt hatten. Nun mussten wir uns erst einmal stärken. Ganz nebenbei wurden dabei auch unsere Kleider wieder trocken und uns war wieder wohlig warm. Anschließend hatten wir ein wenig Zeit zum „Shoppen“, bevor wir in einer Stadtführung Wissenswertes über die Stadt Warendorf erfuhren. Leider mussten wir schon bald wieder zurückfahren, da um 18.30 ein Grillabend auf dem Programm stand. Nach diesem leckeren Essen ließen wir den Abend wieder mit Lagerfeuer ausklingen. Diesmal gab es unsere traditionellen Schokobananen. Auch wurden die Sieger des gestrigen Quiz geehrt: Sie erhielten echte „Warendorfer Pferdeäpfel“ zur Belohnung! Dann wurde es gruselig. Wir machten uns auf zu einer Nachtwanderung entlang der Hessel. Nachdem uns die Geschichte vom Erlkönig wenig beeindruckte, war es schließlich das „Geisterauto“, das tatsächlich in der Ferne auftauchte und das einige von uns gehörig in Schrecken versetzte. Nur komisch, dass Melvin und Jannic nicht da waren!
Dann ging es zurück zum Hof, wo wir unser „Bett“ im Heu aufschlugen.

4. Die Rückfahrt
Bereits um 6 Uhr hieß es heute aufstehen. Nach dem Frühstück mussten wir packen, unser Quartier säubern und sind dann um 8.15 Uhr losgefahren. Die Rückfahrt ging über einen der höchsten Punkte des Teuroburger Waldes, von wo aus wir eine tolle Aussicht ins Tal nach Werther hatten. Gegen 13.30 Uhr erreichten wir alle wohlbehalten und trocken die Schule.

Alle sind sich einig: Wir hatten ein tolles Abenteuer!