12-2013: Biogas

Besuch einer Biogasanlage in Werther

Am Donnerstag, den 12.12.2013 haben wir einen Ausflug zu einer Biogasanlage auf dem Hof Junge-Wentrup in Werher gemacht. Dort wurden wir von dem Eigentümer und einem Mitarbeiter freundlich in Empfang genommen. Herr Junge -Wentrup lockerte erst einmal die Stimmung auf, indem wir uns alle auf eine riesige Waage, die für Traktoren und LKWs bestimmt ist, stellen dürfen. Wir wogen (35 Schüler und 2 Lehrer) 2,96 Tonnen oder 2960 kg.

Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und durch die komplette Anlage geführt. In der Biogasanlage wird aus NaWaRO (nachwachsende Rohstoffe) wie z. B. Mais und Zuckerrüben, Gülle, Mist, Speise- und Schlachthofresten Strom und Wärme erzeugt. Diese Ausgangsstoffe kommen in den Gärbehälter, auch Fermenter genannt, und werden dort 70- 90 Tage luftdicht verschlossen. Bakterien, die darauf spezialisiert sind ohne Sauerstoff zu leben, zersetzen die Ausgangsstoffe. Am Tag werden ca. 35 Tonnen Biomasse in den Gärungsprozess eingebracht. Das Produkt der Zersetzung besteht aus Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff. Schwefel wird mit einem Kohlenfilter herausgefiltert. Um die Effektivität zu erhöhen wird der Gärbehälter ständig gerührt und bei einer Temperatur von ca. 40° gehalten. Das entstandene Gas wird gereinigt, getrocknet und bis zur Verbrennung gespeichert. Die vergorenen Reste gehen in den Schlammbehälter und werden anschließend als hochwertiger Dünger verwendet. Mit dem Methan werden Verbrennungsmotoren angetrieben. Diese mechanische Energie wird mit einem Generator wiederum in Strom umgewandelt. Somit ist Biogas ein Energieträger. Durch die Verbrennung entsteht außerdem auch Wärme, die an die umliegenden Häuser, eine Schule, ein Jugendheim und an zwei Betriebe weitergeleitet wird.
Die Biogasanlage, die wir besichtigt haben, deckt ca. 10% des Energiebedarfs in Werther.

Wir denken, dass eine Biogasanlage einige Vorteile hat. Die Rohstoffe sind z.B. örtlich verfügbar und bleiben auch in der Region. Der Abfall kann wiederverwertet werden. Außerdem ist Stromerzeugung unabhängig vom Wetter.

Allerdings sind wir gegen Biogasanlagen, weil sie einige starke Nachteile haben. Lebensmittel werden extra für die Verbrennung angebaut. Man benötigt genügend Fläche. Sie wird den Milch- und Gemüsebauern entzogen. Ackerland ist teuer und es könnte sich mit den Einnahmen nicht rentieren. Biogasanlagen sind hoch explosiv und es könnte zu einer Geruchsbelästigung kommen. Biogasanlagen sind trotzdem eine bessere Lösung, Strom zu gewinnen, als Atomkraftwerke.

Justus, Jeremy, Jan Lukas, Lisa, Luisa, Georgina