12-2014: Berufswahlnavigator

Gelerntes (z.B. aus der Schule) auch im Alltag anwenden können und aus Erfahrungen lernen? Eine bestimmte Sache über einen mittleren Zeitraum – auch unter Mühen – zu Ende bringen (z.B. für eine Klassenarbeit lernen)?

Nur zwei  aus einem Pool  vieler Fragen hinsichtlich verschiedener Persönlichkeitsmerkmale, der sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen am vergangenen Dienstag stellen mussten. In dem computergestützten Test, dem Peer-Rating, beurteilten sich drei bis vier befreundete Schülerinnen und Schüler selbst und gegenseitig. Daraus wurde mit Hilfe der Berufsnavigator-Software ein  Stärkenprofil erstellt, welches den Schülerinnen und Schülern hinsichtlich ihrer Berufswahl unterstützt. Dabei mussten sich die Realschüler stark konzentrieren. „ Die Testphase erfordert viel Konzentration“, so Techniker Stefan Schulte, „schließlich muss sich jeder nicht nur selbst einschätzen, sondern auch die Verantwortung  dafür übernehmen, dass die Gruppenmitglieder eine angemessene Einschätzung erhalten.“

„Diese Einschätzungen werden schließlich elektronisch mit Anforderungsprofilen von Berufen abgeglichen und Berufsvorschläge mit den besten Übereinstimmungen ermittelt. Dabei waren sich die Schülerinnen und Schüler jederzeit ihrer Verantwortung bewusst. „Sie haben ihre Rolle an diesem Tag sehr ernst genommen“, sagt Klassenlehrerin Frau Dr. Barbara Tralle, die zusammen mit der Berufswahlkoordinatorin Annika Molitor das Projekt an der Schule organisiert und begleitet hat.

Viel Zeit nahmen sich auch die Beraterinnen und Berater Jan P. Schermer (Freiberufler), Vera Kückmann und Marcus Heinen von der Volksbank. Sie führten im Anschluss auf Grundlage der Ergebnisse der Tests persönliche Gespräche mit den jeweiligen Peergruppen, in denen sie ausführlich auf die Auswertungen eingingen und passende Berufsvorschläge unter Einbeziehung von Erfahrungen, Interessen und Zielen gemeinsam erarbeiteten.
„Ein wichtiges Projekt für den weiteren Berufsweg unserer Schülerinnen und Schüler“, so Molitor, welches durch die Agentur für Arbeit und die Volksbanken im Mühlenkreis ermöglicht wird.

Foto (von links nach rechts): Vera Kückmann (Volksbank), Ruth Wiebe, Julia Romaker, Alicia Meier, Sherina Kopietz.