09-2015: Caritas-Ausstellung

8a und 9b fahren zur Caritas-Ausstellung nach Paderborn

Die Klassen 8a und 9b besuchten am Donnerstag, 03.09.2015 die Ausstellung „Caritas“ in Paderborn.

201509caritas01In der Ausstellung geht es um die Geschichte der Nächsten-Liebe.
Es geht darum, wie Nächsten-Liebe vor langer Zeit entstanden ist.
Und wie sich Nächsten-Liebe in vielen hundert Jahren verändert hat.
(zitiert aus: Ausstellungsführung in leichter Sprache)

201509caritas02Caritas bedeutet Nächstenliebe und gehört zu den drei christlichen Tugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung. Sie werden mit den Symbolen Kreuz, Herz und Anker dargestellt.

Die Bedeutung der Nächstenliebe wird in der Ausstellung in Gemälden und Skulpturen gezeigt und reicht vonden frühen Christen (2. Jahrhundert) bis in die heutige moderne Zeit. Mit Kopfhörern ausgestattet ging es durch die Ausstellung. Die Museumsführerin konnten wir auf diese Weise gut verstehen und auch wir nutzten ihr Mikrofon für unsere Kommentare.

201509caritas03201509caritas04Bei der Betrachtung der Kunstwerke haben wir die „7“ Werke der Barmherzigkeit: Essen und Trinken geben – Obdach gewähren – Gefangene besuchen – Kranke pflegen – Kleidung geben und Tote beerdigen, wiederentdeckt. Ebenfalls betrachteten wir die sieben Todsünden (s. Abb.).

201509caritas05Auf dem Bild von Raffael, das auf dem Plakat der Ausstellung zu sehen ist und an einigen anderen Ausstellungsbildern, ist uns die Mutter mit den Kindern aufgefallen, welchen sie Schutz und Fürsorge zukommen lässt. Ein Kind mit einem Buch in der Hand wurde besonders erwähnt, weil das Lesen können und damit die Bildung eines Jeden, zu den Werken der Nächstenliebe gezählt wurde.

In der Gegenwartsabteilung der Ausstellung haben wir die heutigen Unterstützungsangebote wiedererkannt, u.a. die Welthungerhilfe und die Brockensammlung in Bethel bei Bielefeld. In der anschließenden kreativen Arbeitsphase dachten wir uns eigene Zeichen für die Nächstenliebe aus. Es fiel uns aber nicht ganz leicht.

201509caritas06201509caritas07Nach der Mittagspause, in der wir uns in kleinen Gruppen frei in Paderborn bewegen konnten, haben wir uns den Dom angeschaut. Er ist beeindruckend und viel größer als andere uns bekannte Bauten. Bischöfe wurden unter dem Dom in der sogenannten Krypta beigesetzt.

Der Bus erwartete uns an der Paderhalle und über die Autobahn ging es dann zurück nach Spenge.
Ben Krüger, Michel Mindak, Elisabeth Harting

Quellen

  • http://caritas-ausstellung.de
  • Antwerpener Meister, Das Weltgericht, 1490, Museum Maagdenhuis
  • Die Versorgung von Bedürftigen durch Mitglieder der Misericordia-Bruderschaft, 13. Jh., Museum Adriano Bernareggi, Bergamo

Die Eindrücke der 9b zur Caritas-Ausstellung in Paderborn

Nachdem wir um 10 Uhr mit dem Bus angekommen sind, gingen wir zur Caritas-Ausstellung. Am Eingang haben wir ein Headset bekommen, mit dem wir Matthias (unseren Museumsführer) hören konnten, da es in einem Museum leise sein muss. Matthias hatte uns durch das Museum geführt und einiges über den Glauben und die Nächstenliebe erzählt. Wir konnten uns einige alte Stücke ansehen, die über 500 Jahre alt sind, u.a. auch ein sehr altes Mauerstück von einer Villa. Im Jahre 1507 wurde Raffael, einer der bekanntesten Maler und Architekten der Hochrenaissance mit der Erstellung von einer Altartafel für eine Familienkapelle beauftragt. Auf dem Kunstwerk ist die Tugend der Caritas zu sehen, die von zwei Engeln umgeben ist. Mit diesem Kunstwerk wollten sich die Auftraggeber an ihren ermordeten Sohn erinnern.

Wir fanden es sehr bemerkenswert, dass Matthias uns die einzelnen Themen mit solcher Begeisterung erzählt hat. Nach der Besichtigung kam der zweite Teil der Führung. Hierzu gingen wir zum Paderborner Dom. Der Dom ist eine wunderschöne und sehr große Kirche. Dort haben wir eine ehrenamtlich tätige Frau gesprochen. Sie hat uns einiges über ihre Tätigkeiten erzählt, denn sie hilft den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen und bringt ihnen ein wenig Deutsch bei.

Von ihrer Arbeit hat sie berichtet, dass es sehr anstrengend ist, sich mit den Flüchtlingen zu unterhalten, da die meisten weder Deutsch noch Englisch sprechen können. Dann sagte sie uns auch, dass wir Jugendliche auch ein wenig zu dem Thema Flüchtlinge beitragen können, wie zum Beispiel: Mit ihnen Sport treiben oder sich einfach mit ihnen unterhalten, auch wenn es nicht immer so klar und deutlich ist, was sie gerade sagen. Außerdem gab sie uns den Tipp, dass man immer die Artikel vor den Nomen sagt wenn man sich mit den Flüchtlingen unterhält, z.B. der Tisch, die Lampe oder das Auto. Dann haben wir noch einige Fragen zu ihrem Tagesablauf gestellt. Sie hat uns gesagt, dass sie keinen festen Tagesablauf hat und ihre Arbeit nicht einem bezahlten Beruf entspricht, da sie freiwillig als ehrenamtliche Rentnerin arbeitet und den Menschen im Alltag hilft.

Danach haben wir unsere Mittagspause in der Stadt verbracht. Dabei entstanden lustige Fotos. Es hat uns alles insgesamt gut gefallen, da wir etwas Neues gesehen, entdeckt und erfahren haben.
Cidney und Nico