11-2015: Projekt „Flucht“ der 10a

Projektbericht „Flucht“ der 10a

Am 03.11.15 hatten wir einen  Trainingstag zur Verfügung, um uns mit dem Thema „Flucht“ auseinanderzusetzten.

Wir hatten drei Flüchtlinge aus Mazedonien und dem Libanon, eine Mitarbeiterin von Pro-Asyl Spenge und den Leiter einer Friedensorganisation aus Osnabrück zu Gast. Wir teilten uns in drei Gesprächsgruppen auf. Herr Klausing hat eine Friedenorganisation in Osnabrück gegründet. Diese Organisation sieht es als ihre Aufgabe an, ein Klima zu schaffen, in dem Flüchtlinge sich willkommen fühlen und die Begleiter sich unterstützt wissen. Sie haben Demos gegen Pegida gestartet. Diese Demo war eine der größten seit langem in Osnabrück. Er hat uns viele persönliche Dinge erzählt, die er mit Flüchtlingen und mit anderen aus seiner Organisation erlebt hat. Am Ende haben wir dann  über unsere persönlichen Meinungen zu Flüchtlingen und zur Flüchtlingspolitik geredet. Danach haben wie alle zusammen gefrühstückt und uns dabei mit unseren Gäste unterhalten. In der zweiten Gesprächsrunde hat die Mitarbeiterin von Pro-Asyl unsere Fragen umgewandelt, um sie einfacher zu stellen und uns die Antworten dann teilweise erklärt. Sie selbst gibt ehrenamtlich Deutschunterricht im Bürgerzentrum von Spenge. Sie begleitet auch die Flüchtlinge zum Arzt oder zum Einkaufen.

Wir haben u.a. mit unseren Gästen über ihrer  Fluchtgründe geredet. Sie haben uns erzählt, dass sie in ihrem Land diskriminiert wurden, weil sie Roma sind. Der Mann findet keine Arbeit und die Kinder dürfen nicht in die Schule gehen. Neben vielen anderen Gedanken haben sie erzählt, dass Deutschland ihnen sehr gefällt, sie aber ihre Heimat trotzdem vermissen und teilweise auch isoliert leben. Ihre größte Hoffnung ist, möglichst bald arbeiten zu können, denn sie möchten nicht der Stadt Spenge so viele Kosten verursachen.

Zum Abschluss haben wir noch Blumenzwiebeln gesetzt, damit wir uns an diesen heutigen Tag erinnern, wenn die Pflanzen wachsen und in fünf Monaten blühen.

Später haben wir uns dann auch noch mit dem dritten Flüchtling aus dem Libanon zusammengesetzt, damit er uns auch seine Lebensgeschichte erzählt. Er ist nach Deutschland gekommen, weil er in seiner Heimat wegen seiner Religion verfolgt wurde. Dort gibt es keine Security, keine Polizei und niemanden, der ihn beschützt. Er hat uns erzählt, dass er hier in Deutschland freundlich aufgenommen wurde aber trotzdem seine restliche Familie und seine Freundin vermisst.

Zum Ende des Vormittags haben wir noch in der großen Runde ein Feedback gegeben und uns verabschiedet.
Frederike

Nachdem wir unser Wissen durch eine Lektüre von der Bundeszentrale für politische Bildung ergänzt hatten, wollten wir aktiv werden. Die Flüchtlingshilfe in Bielefeld konnten wir durch unsere Bemühungen unterstützen. Einige Schüler und Schülerinnen erstellten dazu am PC einen Flyer, um das Anliegen der Initiative und ihre Aktion zu den Willkommenspaketen deutlich zu machen. Anschließend haben wir in der Klasse entschieden, eine Grundausstattung für (Familien-)haushalte zusammenzutragen. Es uns gelungen mehrere große Pakete fertigzustellen. Am 20. November  sind sie in Bielefeld abgegeben worden.

Unsere Bilder zeigen die Tätigkeiten bei uns und in der Sammelstelle. Auch unter der Adresse Willkommenspakete – Gemeinsam packen wir´s gibt es weitere Infos.