NW 20.10.2017

Der ganz normale Alltag

Musical „Toms Traum“ aufgeführt: Realschüler hatten in Spenge Grundschüler zu diesem Gemeinschaftsprojekt eingeladen. Am Ende gab es dicken Applaus für die Akteure

Spenge. Fast ein Jahr lang hatten Spenger Realschüler der Klassen sieben bis zehn das Musical „Toms Traum“ vorbereitet, und nun zeigten sie, was sie in den vergangenen Monaten erarbeitet hatten. In dem Musical von Gerhard Meyer ging es um den ganz normalen Alltag eines Jungen – der allerdings auch so einige Probleme hat, wie sie Schüler nun mal haben.

Für diese muntere Mischung zwischen Tag und Traum gab es am Ende einen dicken Applaus von den Grundschülern, die zu dieser Aufführung eingeladen waren. Vor gut zwei Wochen hatten die Akteure das Musical zunächst den Mitschülern und Familienangehörigen vorgeführt.

„Die Schülerinnen und Schüler haben alles selber gemacht“, lobte Lehrerin Ute Mathwig, die das Projekt geleitet hatte. „Bei diesem Gemeinschaftsprojekt haben alle zusammen das Bühnenbild gebaut und Requisiten zusammen getragen“, erläuterte sie. „Die Schülerinnen und Schüler singen, schauspielern, kümmern sich um die Lichttechnik, stellen die Souffleuse und ziehen auch den Vorhang auf und zu“, führte die Pädagogin aus.

Die Realschüler hatten sich auch um das Bühnenbild gekümmert. „Ich habe entworfen – und die Schüler haben gearbeitet“, berichtet die Lehrerin schmunzelnd. „Die gesamte Bühnenausstattung ist Marke Eigenbau. Manche Teile verwenden wir schon zum dritten Mal, das war Up-Cycling.“

Unterstützt wurden die Akteure vom Chor der Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a. Ute Mathwig begleitete sie am Klavier. In dem Musical ging es um Tom, der von Alpträumen geplagt wurde, und der sich verliebt hat. Aber seine Angebetete schenkt ihm keine Aufmerksamkeit. Und einige „coole Jungs“ geben ihm vor der Schule eins auf die Nase. Am schlimmsten aber sind die gruseligen Träume. Und dann erscheint, wie vom Himmel gefallen, der Traumelf in Toms Tag und gibt ihm Hilfe.

Neue Westfälische, 20.10.2017