NW 25.03.2019

Spenger Realschüler spenden 1000 Euro an Unicef

Die Summe war bei einem Sponsorenlesen Ende Februar zusammengekommen. Mit der Spende könnte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen vier Mädchen in Madagaskar eine Schulausbildung ermöglichen.

Die Spenger Realschule hat mit einer besonderen Aktion dafür gesorgt, dass Jugendlichen in Madagaskar eine Schulbildung ermöglicht wird: In der letzten Februarwoche haben 75 Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 an dem Projekt „Lesen für UNICEF“ teilgenommen. Dabei haben die Schüler für jede gelesene Seite einen kleinen Geldbetrag von Sponsoren bekommen – von Eltern oder Großeltern zum Beispiel. Zusammengekommen sind bei der Aktion 1.000 Euro, die die Schule jetzt an das Kinderhilfswerk UNICEF übergeben hat. „Ich bin unglaublich dankbar, dass ihr dieses Projekt so angenommen habt“, lobte Schulleiter Ansgar Leder. Das sei keine Selbstverständlichkeit. „Ihr zeigt damit Solidarität und Verantwortung.“

Die Schüler hätten das eingeworbene Geld der Sponsoren nicht für sich selbst behalten, sondern seien bereit gewesen, es abzugeben: an Kinder und Jugendliche, die nicht so gut gestellt seien und die einen „nicht so freien Zugang zu Bildung und Büchern“ hätten wie sie selbst. Ansgar Leder zollte nicht nur den Schülern, sondern auch den Sponsoren, der Projektkoordinatorin Ute Mathwig und Klassenlehrerin Elisabeth Harting seinen Dank. 1000 Euro – das sei „ein umwerfendes Ergebnis“, lobte Annelotte Büscher-Pieper vom Kinderhilfswerk UNICEF. „Ihr tragt dazu bei, dass weitere Mädchen in Madagaskar in die Schule gehen können.“

In dem Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste herrsche „größte Armut“, sagte Büscher-Pieper. Den Mädchen dort, die häufig schon mit 14 Jahren ihre ersten Kinder bekommen würden, sei eine Schulbildung oft verwehrt. „Aber UNICEF möchte, dass gerade auch junge Mütter die Möglichkeit bekommen, sich zu bilden.“ Mit dem Geld, das die Realschüler jetzt beim Sponsorenlesen eingeworben haben, könne etwa vier Mädchen der Schulunterricht ermöglicht werden. Wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen das Geld konkret einsetzen werde, sei jedoch noch nicht klar. Möglicherweise werde auch ein Lehrer weiter ausgebildet oder ein neuer Klassenraum gebaut.

NW, Artikel von Montag 25.03.2019