NW 19.12.2019

Spenger Realschüler pflanzen einen Wald

Zehntklässler wollen aktiv etwas für den Schutz des Klimas tun und greifen zum Spaten, um 50 Ebereschen, Eichen und Rotbuchen in die Erde zu setzen.

„Die Jugendlichen sind motiviert und fleißig.“ Das sagte Ralf Wollbrink vom städtischen Bauhof, als 48 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen derRealschule Spengezusammen mit ihren Lehrern einen kleinen Wald an der Straße Am Walde, am Rande des Wallenbrücker Industriegebietes, pflanzten. Die Stadt Spenge hatte dafür die Fläche von rund 600 Quadratmetern zur Verfügung gestellt. „Und diese Aktion wird fortgesetzt“, kündigte Schulleiter Ansgar Leder an. Die Setzlinge spendierte die Kreisjägerschaft unter Vorsitz von Herwart Siebert, geliefert wurden sie von der Baumschule Vogt.

Lehrerin Elisabeth Harting, die an der Spenger Realschule Biologie und Religion unterrichtet, sagte: „Während dieses Schuljahres haben wir uns fächerübergreifend intensiv mit der Klimaproblematik beschäftigt. Das war vielfach Gegenstand im Unterricht.“ Auch während der Klimaschutzdebatte – die Schüler hatten Kommunalpolitiker zu einem gemeinsamen Gespräch über Klimaschutz vor Ort in die Realschule eingeladen – wurde intensiv diskutiert. Darüber hinaus nahmen etliche Realschüler auch an dem Klimagipfel mit rund 600 Teilnehmern im Herforder Stadttheater teil. „So ergab sich die Idee, aktiv etwas für eine Verbesserung des Klimas und damit etwas für die Umwelt zu tun.“ Die Stadt Spenge unterstützte diese Aktion gern. „Das ist eine gute Sache“, fand Bürgermeister Bernd Dumcke lobende Worte.

Zusammen mit Doris Bartelheimer, bei der Stadt zuständig für Umweltfragen, wurde diese Aktion geplant. „Sie war auch in der Schule und hat uns viel Wissenswertes zum Schutz des Klimas berichtet“, so eine Schülerin. Während der Pflanzaktion waren auch Vertreter der Ratsfraktionen dabei. Nicht nur Hans-Jürgen Fischer (SPD), Ralf Kinnius (UWG) und Ruth Pilgrim (CDU) ließen sich vom Eifer der Jugendlichen anstecken und packten ebenfalls mit an.

In zwei langen Reihen mit einem Abstand von rund 1,5 Metern wurden die Stieleichen, Rotbuchen und Ebereschen gepflanzt. Beherzt griffen die Schüler zu den Spaten, die der Bauhof zur Verfügung stellt hatte, um „ihr“ Bäumchen einzubuddeln. Jeder Setzling ist mit dem Namen des Schülers versehen, der ihn gepflanzt hat. „So können wir immer wir nach ihm sehen und schauen, wie er wächst und sich entwickelt“, sagten etwa die Schülerinnen Yasmin Boulkaz und Anita Schäfer.

Schulleiter Ansgar Leder kündigte an: „Im Januar ist ein weiteres Pflanzprojekt geplant mit der Firma Orgakett in Spenge – in Zusammenarbeit mit dem Nabu.“ Auf deren Grundstück von ähnlicher Größe solle es eine weitere Bepflanzung geben.

NW, Artikel von Donnerstag 19.12.2019