Schulleiter

2013 bis heute – Ansgar Leder

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Rektor der Städtischen Realschule Spenge von 2013 bis heute

2006-2013 – Rainer Kalla

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Rektor der Städtischen Realschule Spenge von 2006 bis 2013

1987-2006 – Uwe Grintz

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Rektor der Städtischen Realschule Spenge von 1987 bis 2006
Quelle: Stadtgespräch vom Mai 2006

1972-1987 – Friedel Husemann

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Direktor der Städtischen Realschule Spenge 1972-1987

Vom täglichen Kleinkrieg zwischen Lehrern und Schülern
Über den „Blauen Dunst“ in der Schule

Wer glaubt, dass sich in der Schule zwischen Lehrern und Schülern immer alles schiedlich und friedlich abspielt, der irrt! Schule wäre auch stinklangweilig, meine ich, ohne die täglichen kleinen Reibereien. Man stelle sich nur vor, es gäbe sie nicht. Es würde keine Anekdötchen mehr geben über Schüler und über Lehrer, keine Bonmots aus dem Unterricht, die Treffen Ehemaliger würden veröden ohne das … „Weißt du noch, damals, als …“ Davon bin ich überzeugt, ohne diesen „Stoff“ hätte sicher auch Heinrich Spoerl keine „Feuerzangenbowle“ geschrieben.

Drum, es ist so, seit es „Schule“ gibt, gibt es auch den Kleinkrieg zwischen Lehrern und Schülern, der sich abspielt in den Klassen, auf den Fluren, vor der Schule, außerhalb der Schule, kurz, überall dort, wo Schule und Schüler aufeinandertreffen. Kann man bei diesem Kleinkrieg sagen, der Angreifer, der Auslöser dieses „Kampfes“ ist der Leh­rer? Ich glaube ja; denn er ist (und muss es auch sein) der Akteur im Erziehungsgeschäft. Nur, er hat die besseren Waffen! Was kann der Schüler schon aufbieten gegen Konferenzbeschlüsse, Haus- und Schulordnung, gegen Erlasse, Verfügungen und Gesetze, gegen die ASchO?, gegen die Schule an sich mit ihren Wünschen, Forderungen, ihrem Leistungsverlangen.

Schier übermäßig groß ist das Schulpaket, das der Schüler aufschnüren und bewältigen soll. Darüber hinaus kann er nicht Angreifer werden, es würde „Schule“ auf den Kopf stellen. Was ihm bleibt, ist die Verteidigung gegen die „Angriffe“ der Lehrer, der Schule und das Sich-zur-Wehr-Setzen mit Kriegslisten und Schlichen. Doch der Pfad, auf dem er kämpft, ist schmal. Legales und Illegales lie­gen sehr dicht beieinander. Oh, wie schwierig ist doch das Schülerleben!

Nun, ein besonderer Ort des „Kampfgetümmels“ zwischen Lehrern und Schülern ist der Schul-(Pausen-)hof. Durch Schul- und Hausordnung festgelegt, soll sich hier zweimal täglich organisierte Freizeit zwischen den Unterrichtsstunden abspielen, zum Wohle der Schüler.

Hier und während dieser Zeit hat der Schüler seine größte Chance gegen den Lehrer. Er kann ausbrechen, ausbüchsen, sich individualisieren. Legales und auch Illegales versuchen; denn während dieser Zeit steht ihm der Lehrer nur als „Einzelkämpfer“ gegenüber, mit nur zwei Augen und nur zwei Ohren, ausschließlich der „Panzer der Aufsichtsfunktion“ schützt ihn! Hunderte verschiedener Interessen und Vorhaben stehen gegen seine Aufgabe, Aufsicht zu führen und Ordnung zu halten. Eine geballte Ladung mit Zeitzunder! Wie gesagt, der Pausenhof kennt Einzelkämpfer, Einzelgänger, Individualisten, Raser, Ungestüme und vor allem Gruppen, Gruppen verschiedenster Art. Die meisten von ihnen sind harmlos, infantil in ihren Vorhaben, in ihrem Tun.

Doch welcher Lehrer kennt sie nicht, die SRG, die Schüler-Raucher-Gruppe! Eine besondere Art von Schüler Spezies, meist Individualisten und doch eine Gruppe!

1955-1972 – Erwin Winter

sl-winterLeiter der Volksschule Spenge und des Aufbauzuges 1955-1962
Direktor der Städtischen Realschule Spenge 1962-1972

Aus dem selbstkritischen Rückblick eines Schulleiters:

Was kann die Schule den Menschen sein,
die jahrelang gehen dort aus und ein?
Die jungen Menschen noch unerfahren
-sollen sich finden in all‘ den Jahren;
sollen im Schutz der Geborgenheit
zum aktiven Mittun werden bereit;
sollen lernen, voll Selbstvertrauen
an ihrer Zukunft mitzubauen.
Wie aber lernen sie, positiv kritisch zu fragen,
Schwierigkeiten gemeinsam zu tragen,
Widerstände in sich zu bezwingen,
beizutragen zum guten Gelingen?
Nur: Wenn aus der Schule gehen hervor
Menschen mit Frohsinn und Humor,
wenn die, so lernen oder lehren,
freundlich und fröhlich miteinander verkehren.
Der Heitere meistert die Schwierigkeiten,
erblickt im Leben die guten Seiten.
Eine Schule ohne Humor
bringt keine frohen und freien Menschen hervor!
Nur der freie, offene Sinn
kann lehren und lernen mit Gewinn!
lerne denken mit dem Herzen
und lerne fühlen mit dem Geist.
(Theodor Fontane)

Seid heiter, vertrauensvoll!
Wenn unser Niedergang nicht in den Sternen
beschlossen steh’t,
so werden wir nicht zugrunde geh’n,
und die Realschule Spenge wird weiter besteh’n.

Erwin Winter verstarb im Jahre 1997