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NW 07.11.2019

Wie es um den Klimaschutz in Spenge steht

Projekt: Die Zehntklässler hatten Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende zum Gedankenaustausch eingeladen. Die Schüler wollten wissen, wie der Klimaschutz vor Ort verbessert werden kann

Klimaschutz ist bei Jugendlichen ein großes Thema – was die Stadt Spenge dafür konkret tut, wollte der zehnte Jahrgang der Realschule Spenge jetzt wissen und hat am Mittwoch die Vertreter der heimischen Parteien zur „Klima-Schulrunde“ eingeladen. Im Austausch mit den Lokalpolitikern rückten die rund 50 Schüler dabei in lockerer Runde unterschiedliche Themen in den Fokus: Ob es ein spezielles Budget für den Klimaschutz in der Stadt gibt zum Beispiel, wo hier die größten Probleme liegen oder was die Politiker ganz persönlich gegen den Klimawandel tun.

Durch den Vormittag führten Schülersprecher Ben Mindak und seine Stellvertreterin Mariella Engelkensmeier. Ihre Jahrgangsstufe hatte neben Bürgermeister Bernd Dumcke auch die Fraktionsvorsitzenden der Spenger Ratsparteien eingeladen: Hans- Jürgen Fischer (SPD), Lars Hartwig (CDU), André Schröder (Grüne) und Ralf Kinnius (UWG).

„Mich interessiert das Thema Klimaschutz nicht zuletzt auch deshalb, weil ich zwei kleine Kinder habe – und für sie soll die Welt auch in Zukunft lebenswert sein“, sagte Lars Hartwig. Was er ganz persönlich gegen den Klimawandel tue, wollte ein Schüler von dem CDU-Politiker wissen. Er versuche, den Energieverbrauch zu reduzieren, sagte Hartwig. „Und wenn ich beruflich unterwegs bin, versuche ich, die Bahn zu nehmen.“ Privat schaue er außerdem, Dinge weiterzuverwenden und nicht immer sofort Neues zu kaufen.

In der Stadt Spenge gebe es kein spezielles Budget für den Klimaschutz, antwortete Bürgermeister Dumcke auf die Nachfrage eines Schülers. Entsprechende Mittel würden für konkrete Maßnahmen nach politischem Beschluss freigegeben – zum Beispiel für die Sanierung von öffentlichen Gebäuden. „Die Frage stellt sich aber, ob künftig mehr Mittel für den Klimaschutz eingesetzt werden sollten.“

Was in Spenge das größte Problem in Sachen Klimaschutz sei, wollte Mariella Engelkensmeier vom Bürgermeister wissen. „Wir haben hier kein größeres Problem als in anderen Städten“, sagte Dumcke. „Wir alle hinterlassen einen Fußabdruck und sind sehr große Erzeuger von CO2. Darum müssen wir uns die Frage stellen, wie wir da etwas ändern können.“

Er brachte eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ins Gespräch und plädierte dafür, öffentliche Gebäude weiter energetisch zu sanieren oder Photovoltaik-Anlagen auf möglichst viele Gebäude zu setzen, um eigenen Strom zu produzieren.

Er gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass all das nicht zum Null-Tarif zu haben sei. Man müsse darum überlegen, wo man stattdessen an anderer Stelle einsparen könne.

Hans-Jürgen Fischer (SPD) sah auch noch eine andere Schwierigkeit: „Das größte Problem ist, die Menschen mitzunehmen.“ Längst nicht alle seien überzeugt, dass es einen menschengemachten Klimawandel gebe. „Da ist ein dickes Brett zu bohren.“

Hartwig betonte ebenfalls: „Wenn man die Mehrheit der Wähler nicht überzeugt, dass Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist, werden wir dauerhaft keinen Erfolg haben.“

Wichtig sei ebenfalls, politische Entscheidungsträger auch in anderen Ländern mitzunehmen, ergänzte Ralf Kinnius (UWG). Denn Klimaschutz sei nicht auf Spenge beschränkt. Eine Änderung unseres Lebensstils und eine „Änderung von Bequemlichkeiten“ sei erforderlich.

Einer allein könne die Welt nicht verändern. Aber jeder für sich könne kleine Schritte gehen, sagte André Schröder (Grüne). Auf Plastik verzichten zum Beispiel oder mehr zu Fuß gehen. Und wenn alle im Kleinen etwas tun würden, könne man durchaus etwas bewirken.

Die Realschüler hatten die Gesprächsrunde mit den Lokalpolitikern organisiert, nachdem sie das Thema Klimaschutz ausführlich im Unterricht behandelt und vor einigen Wochen auch einenlokalen Klimagipfelan ihrer Schule veranstaltet hatten. „Wir möchten als Schülerinnen und Schüler helfen und etwas tun für die Umwelt“, betonte Mariella.

Viele ihrer Mitschüler würden den Klimaschutz unterstützen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen. „Ich versuche zum Beispiel, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Und ich fahre jetzt jeden Tag mit dem Bus zur Schule, anstatt mich mit dem Auto bringen zu lassen“, sagte Ben.

NW, Artikel von Donnerstag 07.11.2019

WB 07.11.2019

Klimaschutz vor der eigenen Haustür

Realschüler befragen Kommunalpolitiker über deren Pläne für Spenge

Alle reden vom Klima: Wir auch! Unter dieses Motto hatten die Zehntklässler der Realschule Spenge das Klimagespräch in ihrer Aula gestellt, zu dem sie die Fraktionsspitzen des Spenger Rates eingeladen hatten.

Bürgermeister Bernd Dumcke, SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Fischer, Lars Hartwig (CDU), Ralf Kinnius (UWG) und André Schröder (Grüne) stellten sich den Fragen der 48 Schülerinnen und Schüler. »Wir haben im Vorfeld des Klimagipfels, der am 12. November im Herforder Theater stattfindet, im Politikunter-richt über den Klimawandel gesprochen und bereits einen lokalen Klimagipfel mit Experten veranstaltet«, erzählte die stellvertretende Schülersprecherin Mariella Engelkensmeier. »Da es uns auch darum geht, herauszufinden, was wir vor Ort für das Klima tun können, möchten wir heute hören, was die Politiker vor Ort ändern wollen«, erklärte Schülersprecher Ben Mindak.

»Wir haben als Industrienation einen riesigen ökologischen Fußabdruck. Da muss sich jeder fragen, wo er bereit ist, Änderungen vorzunehmen«, schilderte Bürgermeister Dumcke die Ausgangssituation. Er selbst fahre so oft wie möglich Fahrrad. Was die Möglichkeiten der Kommune angeht, so sieht er sie vor allem im Bereich der Sanierung öffentlicher Gebäude.

»Wir sollten zudem auf Fotovoltaikanlagen setzen, um soviel Strom wie möglich umweltfreundlich selbst zu erzeugen«, erklärte er. Zudem sei es wichtig, die ÖPNV-Verbindungen zu verbessern, damit mehr Menschen das Auto stehen lassen.

CDU-Kollege Hartwig bewegt der Klimawandel als Vater zweier kleiner Kinder. »Damit sie eine lebenswerte Zukunft haben, müssen wir jetzt etwas ändern«, betonte er. Hartwig setzt bei Dienstreisen auf den Zug und überlegt bei Neuanschaffungen, ob sie wirklich nötig sind. Er sieht Deutschland als Ingenieursnation in der Pflicht die Forschung zu fördern, damit Nationen, die nach dem westlichen Standards streben, direkt in klimafreundliche Technologien einsteigen könnten.

Ralf Kinnius erklärte, es gehe um die Änderung des Lebensstils und die Aufgabe von Bequemlichkeiten für jeden Einzelnen. Man könne lokal zwar die Welt nicht retten, ergänzte André Schröder, aber jemand müsse anfangen umzudenken und andere mitnehmen, dann könne sich etwas bewegen.

Den Ausbau des Radwegenetzes befürworten alle, doch seien die unterschiedlichen Zuständigkeiten beim Straßenbau ein Problem. »Leider nimmt das Land beim Ausbau der Radwege auch die Kommunen in die Pflicht, obwohl es eigentlich seine Aufgabe wäre«, bedauerte Hartwig.

Die Anschaffung von E-Autos für die Stadtbediensteten sehen einige Politiker eher kritisch: Während André Schröder von einer Brückentechnologie sprach, die man nutzen müsse, verwies Kinnius auf die schlechte Energie-bilanz der E-Autos.

Fischer legt Wert darauf, dass bei allen Maßnahmen die Sozialverträglichkeit bedacht wird. Die schwächeren Bürger müssten entsprechend entlastet werden. Für Spenge schlug er vor, in Bebauungsplänen Vorgaben zur Begrünung von Gärten zu machen. Ein Problem der Kommunalpolitik sieht er darin, dass nicht alle Wähler vom menschengemachten Klimawandel überzeugt seien. Sie müssten für die Problematik noch sensibilisiert werden.

Ob die Maßnahmen denn überhaupt finanzierbar seien, fragte ein Schüler. »Ein direktes Klimabudget gebe es nicht, erklärte Dumcke. Noch werde das Geld für Klimamaßnahmen jeweils aus dem Haushalt des entsprechen-den Bereichs genommen. Wolle man auf Dauer ein eigenes Klimabudget, müsse man sich klar sein, dass das Geld an anderer Stelle eingespart werden müsse – denn eine überschuldete Stadt wollen wir euch auch nicht hinterlassen«, so der Bürgermeister.

WB, Artikel von Donnerstag 07.11.2019

WB 01.10.2019

Gegen den Klimawandel: Schüler engagieren sich

Lokaler Gipfel in der Realschule Spenge – Vorbereitung auf Veranstaltung am 12. Oktober in Herford

Der Klimawandel ist derzeit in aller Munde. Aber wie sind denn eigentlich die Zusammenhänge? Was sind die Ursachen, was die Folgen? Und wie kann man diesen entgegen wirken?

Am 12. Oktober findet der Schüler-Klimagipfel in Herford statt. Schon jetzt bereitet die Realschule Spenge ihre Zehntklässler auf dieses Ereignis vor. Jetzt fand der »lokale Klimagipfel« mit fünf verschiedenen Workshops statt, in denen Experten mit den Schülern Themen behandelten, die im weitesten Sinne mit Klima zu tun haben.

»Wir finden es ganz wichtig, unsere Schüler zu sensibilisieren und aufzuklären. Das Thema Klimawandel zieht sich durch den Biologie-, Erdkunde und Politikunterricht, wird sogar in Englisch touchiert«, sagt Schulleiter Ansgar Leder.

»Engagieren vor Ort« heißt das Motto, unter dem Anna-Lena Mügge, Klimaschutzbeauftragte des Kreises Herford, mit den Schülern ausarbeitete, welchen Beitrag jeder einzelne leisten kann und welche übergeordneten Angebote es bereits in der Region gibt.

Dass Einkaufen saisonaler und regionaler Produkte Sinn macht, wissen die Schüler. »Dadurch werden Abgase vermieden, die bei langen Transportwegen mit Lkw ausgestoßen werden«, sagen sie.

Was viele nicht wussten: »Nach dem Handyaufladen den Stecker aus der Dose ziehen, denn auch der Adapter ohne Endgerät zieht weiter Strom«, informiert Mügge.

Der Wald ist ein großer und wichtiger Themenbereich. Er ist der bedrohte Kompensator, wie Holger-Karsten Raguse, Leiter des regionalen Forstamtes Ostwestfalen Lippe erklärt. Der Wald sei Sauerstoffproduzent und schaffe durch seine regulatorischen Eigenschaften ein angenehmes Klima. »Wenn man im Sommer bei großer Hitze mal in den Wald geht, merkt man: hier ist es kühl, hier kann man gut durchatmen«, sagt der Fachmann. Jedoch setzten Hitze und Trockenheit dem Wald in den vergangenen Jahren enorm zu. Pflanzen sterben ab oder ihr Immunsystem ist derart geschwächt, dass Schädlinge leichtes Spiel haben. »Eine gesunde Fichte, deren Rinde von einem Borkenkäfer verletzt wird, harzt so viel, dass der Käfer kaum eine Chance hat«, sagt Raguse. Ein geschwächter, trockener Baum jedoch sei schutzlos.

Da helfe nur eines: »Mischen, mischen, mischen. Die Forstwirtschaft setzt jetzt vermehrt auf Gehölze aus südlicheren Regionen.«

Für die Zehntklässler, die im kommenden Sommer die Schule verlassen, war der Workshop von Karl Kühn von der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland besonders interessant. »Es muss ja Menschen geben, die die Klimawende umsetzen. Eine Vielzahl an Berufen aus verschiedenen Bereichen – zum Beispiel der erneuerbaren Energien – hat damit zu tun«, erläutert der Handwerksmeister. Die Bildungseinrichtung möchte ihre Schüler darin bestärken, selbst aktiv zu werden und bietet die Teilnahme am Schüler-Klimagipfel in Herford an.

WB, Artikel von Dienstag 01.10.2019

NW 01.07.2019

So war die Verabschiedung der 47 Spenger Realschüler
Feierliche Entlassfeier in der Aula. Die meisten Abgänger werden nach den Ferien weiter zur Schule gehen. Auszeichnungen für gute Leistungen.

Spenge. „Ihnen steht die Welt offen – machen Sie etwas daraus“, gab Bürgermeister Bernd Dumcke den Abschlussschülerinnen und -schülern der Realschule Spenge mit auf den Weg. „Heute darf aber erstmal gefeiert werden.“ Das taten die Zehntklässler ausgiebig: zuerst in der offiziellen Feierstunde mit Zeugnisvergabe, anschließend individuell weiter.

26 Mal gab es den Q-Vermerk

Schulleiter Ansgar Leder griff in seiner Rede Bilder aus dem ersten Song der Abschlussfeier auf: „You raise me up“ von Josh Groban. „So I can stand on mountains“, heißt es darin weiter. „Den ersten Berg habt ihr jetzt im übertragenen Sinne bestiegen“, sagte er an die Schülerinnen und Schüler gewandt. „Für einige war es ein Spaziergang, andere mussten sich ganz schön anstrengen, aber ihr habt es alle geschafft.“ 47 Absolventen verließen am Freitag die Realschule Spenge mit ihrem Abschlusszeugnis. Davon hatten zwei Schüler den Hauptschulabschluss erreicht, 19 den Realschulabschluss und 26 den Realschulabschluss mit Q-Vermerk.

Und was macht man auf so einem Berg? „Den Augenblick und den Ausblick genießen“, so der Schulleiter, „aber auch schon die nächste Bergtour planen“. Das hatten die Schülerinnen und Schüler getan: „Manche von ihnen beginnen eine Ausbildung, die meisten gehen aber weiter zur Schule“, wusste Ulrike Wischmeyer, Klassenlehrerin der 10a.

Auszeichnungen für die besten Abschlüsse

Gemeinsam mit ihrem Kollegen von der 10b Björn Stremming hatte sie die Schülerinnen und Schüler zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Aber auch die übrigen Lehrer, die Eltern und nicht zuletzt das Gemeinwesen seien wichtig auf einem solchen Weg, betonte Ansgar Leder.

Für die besten Abschlussnoten wurden Jana Castrup (Durchschnittsnote 1,53) aus der 10a sowie Sarra Ghalmami und Isabell Hinrichs (beide 1,63) aus der Klasse 10b geehrt. Durch den Abend führten Lara Suppan (10a) und Lea Rose (10b). Die musikalische Gestaltung der Abschlussfeier übernahmen Chiara Hammoudi (10a), Johanna Rekling, Aaron Elias Fritsche (10b) und Lehrerin Ute Mathwig.

Die Absolventen:

Abschlussschüler Klasse 10a: Lasse Bäumer, Johann Bischoff, Leon Bleck, Jana Castrup, Phoebe Ebmeyer, Luisa Eggersmann, Chiara Hammoudi, Lasse Josting, Joshua Kern, Laurin Krenkel, Vivien Krüger, Nils Lorey, Leonie Lotte, Laura Martens, Tim Middelmann, Laurence Most, Susen Murwig, Lea Rybant, Christina Solopov, Sina Stuckmann, Lara Suppan, Lion Wilkenhöner, Vincent Zoch

Abschlussschüler Klasse 10b: David Auns, David Berenbrink, Issa Fakrou, Aaron Elias Fritsche, Sarra Ghalmami, Celina Große-Tebbe, Isabell Hinrichs, Nils Houppert, Betül Kilic, Alexander Kraft, Jan Laskowski, Heik Markosyan, Henning Peppmeier, Veronica Pieszek, Johanna Reckling, Marc Rollmann, Lea Rose, Nils Schmidt, Angelina Unruh, Martin Unruh, Darren Venning, Emilie Vidovskij, Elif Yüce, Lina Zschieschang.

NW, Artikel von Montag 01.07.2019

SN 01.04.2019

Narzissenfest läutet den Frühling ein

[…] Ebenfalls viel los ist am Stand der Realschule. Auch in diesem Jahr bietet die Bildungseinrichtung wieder Anleitung und Hilfestellung beim Nistkastenbau an. Bei den Wedigs ist der Hausbau Familiensache. Lotta (5), Hannah (3) und ihre Eltern Anna und Jens arbeiten gemeinsam an einem schmucken Zuhause für Piepmätze, das in ihrem Garten Platz finden soll.

SN, Artikel von Montag 01.04.2019

NW 01.04.2019

Spenge feiert den Frühling

[…] Die achtjährige Gwen hat sich derweil einen Hammer geschnappt und schlägt einen Nagel in ein Stück Holz. Sie baut einen Nistkasten – ein Angebot der Spenger Realschule. Wo genau der später hängen soll, ist noch nicht ganz klar: „Wir müssen jetzt mal schauen, dass wir ein geschütztes Plätzchen finden“, sagt Gwens Mutter lachend.

NW, Artikel von Montag 01.04.2019

NW 25.03.2019

Spenger Realschüler spenden 1000 Euro an Unicef

Die Summe war bei einem Sponsorenlesen Ende Februar zusammengekommen. Mit der Spende könnte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen vier Mädchen in Madagaskar eine Schulausbildung ermöglichen.

Die Spenger Realschule hat mit einer besonderen Aktion dafür gesorgt, dass Jugendlichen in Madagaskar eine Schulbildung ermöglicht wird: In der letzten Februarwoche haben 75 Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 an dem Projekt „Lesen für UNICEF“ teilgenommen. Dabei haben die Schüler für jede gelesene Seite einen kleinen Geldbetrag von Sponsoren bekommen – von Eltern oder Großeltern zum Beispiel. Zusammengekommen sind bei der Aktion 1.000 Euro, die die Schule jetzt an das Kinderhilfswerk UNICEF übergeben hat. „Ich bin unglaublich dankbar, dass ihr dieses Projekt so angenommen habt“, lobte Schulleiter Ansgar Leder. Das sei keine Selbstverständlichkeit. „Ihr zeigt damit Solidarität und Verantwortung.“

Die Schüler hätten das eingeworbene Geld der Sponsoren nicht für sich selbst behalten, sondern seien bereit gewesen, es abzugeben: an Kinder und Jugendliche, die nicht so gut gestellt seien und die einen „nicht so freien Zugang zu Bildung und Büchern“ hätten wie sie selbst. Ansgar Leder zollte nicht nur den Schülern, sondern auch den Sponsoren, der Projektkoordinatorin Ute Mathwig und Klassenlehrerin Elisabeth Harting seinen Dank. 1000 Euro – das sei „ein umwerfendes Ergebnis“, lobte Annelotte Büscher-Pieper vom Kinderhilfswerk UNICEF. „Ihr tragt dazu bei, dass weitere Mädchen in Madagaskar in die Schule gehen können.“

In dem Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste herrsche „größte Armut“, sagte Büscher-Pieper. Den Mädchen dort, die häufig schon mit 14 Jahren ihre ersten Kinder bekommen würden, sei eine Schulbildung oft verwehrt. „Aber UNICEF möchte, dass gerade auch junge Mütter die Möglichkeit bekommen, sich zu bilden.“ Mit dem Geld, das die Realschüler jetzt beim Sponsorenlesen eingeworben haben, könne etwa vier Mädchen der Schulunterricht ermöglicht werden. Wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen das Geld konkret einsetzen werde, sei jedoch noch nicht klar. Möglicherweise werde auch ein Lehrer weiter ausgebildet oder ein neuer Klassenraum gebaut.

NW, Artikel von Montag 25.03.2019

SN 23.03.2019

Spende für Unicef

1000 Euro haben die Schüler der achten, neunten und zehnten Klassen der Spenger Realschule »erlesen«. In der letzten Februar-Woche beteiligten sich die Jugendlichen am Projekt »Lesen für Unicef«. Ähnlich wie bei einem Sponsorenlauf zahlten Unterstützer dabei für jede gelesene Seite eine vorher festgelegte Summe.

Am Freitag wurde die Spende an Unicef übergeben. Den Scheck nahm Annelotte Büscher-Pieper von der Unicef-Ortsgruppe Bünde zusammen mit Barbara Massow und Cornelia Köhner entgegen. »Ihr tragt dazu bei, dass andere Kinder in die Schule gehen können«, bedankte sich Annelotte Büscher-Pieper bei den Kindern und Sponsoren. Denn mit dem Geld soll jungen Müttern in Madagaskar der Schulbesuch ermöglicht werden.

In dem Entwicklungsland werden Mädchen häufig bereits im Teenageralter schwanger. Mangels Schulbildung bleibt ihnen oft nur die Arbeit als Tagelöhnerin in den örtlichen Fabriken. Dank der Spende soll das nun anders werden.

Auch Schulleiter Ansgar Leder war bei der Spenden voll des Lobes für seine Schüler: »Ihr habt euch nicht nur um Sponsoren bemüht und Geld gesammelt. Damit zeigt ihr Solidarität und Verantwortungsbewusstsein.

SN, Artikel von Samstag 23.03.2019

SN 29.11.2018

Realschüler sammeln für »Weihnachten im Schuhkarton

Die Sammel-Aktion »Weihnachten im Schuhkarton« ist die Gelegenheit gewesen, das Erdkunde-Thema »Arm und Reich ungleich verteilt« in den Blick zu nehmen. Die Teams der Klasse 9b der Realschule Spenge organisierten selbstständig die Päckcheninhalte, schrieben Grußworte in mehreren Sprachen und legten Fotos dazu.

»Weihnachten im Schuhkarton« ist Teil der weltweit größten Geschenkaktion für Kinder in Not. Seit 1993 wurden weltweit bereits über 157 Millionen Kinder in über 160 Ländern erreicht. Jedes Jahr packen etwa eine halbe Million Menschen im deutschsprachigen Raum zu Weihnachten Schuhkartons, um sie Mädchen und Jungen zwischen zwei und 14 Jahren zu schenken.

Dass Armut auch in Deutschland ein Problem sein kann, wurde ebenfalls thematisiert. So erfuhren die Schüler unter anderem wie die »Tafeln« arbeiten. Dabei leisteten die Schüler auch praktische Hilfe: Die 10a/b brachte ihre überschüssigen Essenvorräte nach der Klassenfahrt zur Tafel-Sammelstelle nach Herford.

SN, Artikel von Donnerstag 29.11.2018

SN 24.11.2018

In Einzelgesprächen zum passenden Job

25 Arbeitgeber stellen sich beim Tag der Dualen Ausbildung vor

25 Arbeitgeber der Region aus Handwerk, Handel, Verwaltung, Pflege und Industrie sowie Berufskollegs und Kammern haben sich am Donnerstagabend zum Tag der Dualen Ausbildung Zehnt- und Zwölftklässlern der Real- und der Regenbogen-Gesamtschule (RGeS) präsentiert.

In Einzelgesprächen mit Betriebsleitern, Ausbildern und Auszubildenden konnten sich die Schüler umfassend über die Betriebe, angebotene Ausbildungsgänge und Zukunftschancen informieren. Häufig meldeten sich Unternehmen bei der Stadt, so Karsten Heidbrink, die nach einer Ausbildungsbörse fragten, um Nachwuchs zu werben. »An der Stelle vermitteln wir gern zur Stärkung des regionalen Netzwerks und des heimischen Standorts«, betont der Leiter der zentralen städtischen Verwaltung.

»Wir haben hier ganz viele ›hidden Champions‹ wie beispielsweise Modersohn, Dula oder Multivac, die die Schüler einfach noch nicht kennen«, sagt Dr. Rüdiger Borgstädt, Lehrer an der RGeS. Welche beruflichen Perspektiven habe ich? Welche Qualifikationen verlangt mein Traumjob von mir? Schulabgänger sehen sich mit vielen Fragen konfrontiert. Sie müssen entscheiden, welcher Weg für sie der richtige ist. Nur etwa ein Fünftel aller Haupt- und Realschulabsolventen der RGeS und der Realschule tritt eine Ausbildung an.

Gründe dafür sehen die Koordinatoren der Ausbildungsmesse Thomas Scheele (Realschule) und Dr. Rüdiger Borgstädt vor allem in einem veralteten Bild der Dualen Ausbildung. »Es gibt viele neue Berufe, die völlig unbekannt sind. Der Traumberuf hat oft eine ganze Reihe verwandter Berufe, die nicht minder interessant sind«, weiß Scheele zu berichten.

Auch seien Schüler zunehmend verunsichert, denn »Eltern sehen die abgeschlossene Berufsausbildung häufig als Ende der Karriereleiter und wünschen sich deshalb für ihre Kinder eine akademische Laufbahn«, erklärt Realschulleiter Ansgar Leder.

Dass dem mitnichten so ist, beweisen unter anderem die Dula-Werke. Der Maßanfertiger für Ladengestaltung und Innenausbau ist weltweit tätig, in Deutschland an drei Standorten vertreten und bildet in Spenge Tischler und Metallbauer aus.
Die Aufstiegsmöglichkeiten sind gut. »Wir bilden gern unsere eigenen Fachkräfte aus, weil wir ihnen fach- und betriebsspezifize Kenntnisse vermitteln können«, sagt Siegfried Kruse, Geschäftsführer der hiesigen Niederlassung.

»Aus der Praxis zu kommen, ist immer gut, wenn man später in der Arbeitsvorbereitung tätig sein will«, versichert Mit-Geschäftsführer Klaus Siekmann. Einer Tischlerlehre könne die Meister-oder Technikerqualifikation oder auch ein Innenarchitekturstudium folgen.

Das lokale Unternehmen Vistacon widmet sich erneuerbaren Energien und alternativen Heizsystemen. »Wir bilden Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heiz- und Klimatechnik, Kaufleute und Elektroniker aus. Für das kommende Jahr haben wir noch einen Ausbildungsplatz zum Anlagenmechaniker offen«, sagt Geschäftsführer Stamatis Vitanos. Was ihm als Einstellungskriterium wichtig ist? »Man hat viel Kundenkontakt und sollte daher ein netter und aufgeschlossener Mensch sein.«

SN, Artikel von Samstag 24.11.2018